Schon beim Aussuchen des Baulandes fängt das Sparen an. Ein Grundstück muss nicht immer gekauft werden. Eine Möglichkeit, um an ein Grundstück zu kommen, ist die Erbpacht. Die Pächter haben im Prinzip die gleichen Rechte wie normale Grundstücksbesitzer. Der Boden wird hier allerdings nicht gekauft, sondern auf eine bestimmte Zeit gepachtet. Meist beträgt diese Zeit 99 Jahre. Kirchen, Gemeinden oder Stiftungen vergeben derartige Erbpachtverträge. Daneben sollten die potenziellen Bauherren ganz genau wissen, wie groß ihr Grundstück sein soll. Je mehr Boden gekauft wird, desto höher ist in der Regel der Preis. Im Prinzip ist für ein normales Eigenheim, das freisteht, ein Grundstück von 400 Quadratmetern völlig ausreichend. Wird ein Doppel- oder Reihenhaus gebaut, dann reicht in der Regel ein noch kleineres Grundstück. Hier kann ein Wert von 300 Quadratmetern als Orientierungsmarke dienen. Wird gut durchdacht geplant, ist es möglich, auch in einer Reihenhausanlage gute Entwürfe zu realisieren.
Gleichzeitig muss bedacht werden, dass beim Grundstückskauf immer noch zusätzliche Kosten anfallen. Auf den Bodenpreis kommt die Grunderwerbssteuer, die in vielen Bundesländern Deutschlands erhöht wurde. In Thüringen z. B. beträgt sie 5 Prozent des Kaufpreises. Dazu kommen noch die Notarkosten und weitere Gebühren, die sich ebenfalls am Grundstückspreis notieren. Weiterhin ist zu bedenken, dass für den Boden Grundsteuern gezahlt werden müssen. Ein großes Grundstück bedeutet, dass diese über die Jahre natürlich höher sind als bei einem kleineren.
Die Lage der Grundstücke spielt ebenfalls eine große Rolle. In ländlichen Gegenden sind die Grundstücke wesentlich billiger als in den Zentren. Allerdings sollten die Wege beachtet werden, die durch ein Haus im ländlichen Bereich berücksichtigt werden müssen. Zur Arbeit, zum Einkaufen und um die Kinder zur Schule zu bringen ist immer ein Auto oder die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel nötig. Das kostet über die Jahre viel Geld. Außerdem ist das Nahverkehrsangebot im ländlichen Raum nicht so stark ausgebaut wie im unmittelbaren Stadtbereich.
Eine gut durchdachte Planung spart ebenfalls wesentliche Baukosten. Das fängt schon beim Durchdenken des Entwurfes an. Dazu sollte sich die Familie bereits am Anfang ihrer Pläne viel Zeit nehmen. Es ist davon auszugehen, dass ca. 100 Quadratmeter Wohnfläche für eine vierköpfige Familie ausreichen. Dabei sollten Flächen eingespart werden, die in der Regel kein reiner Wohnraum sind. Typische Beispiele dafür sind Flure, Dielen und Bodenräume. Diese so genannten Verkehrsflächen können durch eine vorausschauende Planung ohne Weiteres in den Wohnbereich einbezogen werden. Der Architekt kann die eigenen Vorstellungen bei der Grundrissplanung berücksichtigen. Viele Bauherren verzichten auf den Keller. Dadurch werden mindestens 10000 Euro bei den Baukosten eingespart. Für Lagermöglichkeiten gibt es billige Lösungen, Brennholz kann an einer südlichen Hauswand gestapelt werden. Im Außengelände ist es gut möglich, einen Schuppen für Fahrräder und ähnliche Dinge zu errichten. Diese werden als Bausätze von Baumärkten angeboten. Qualitative hochwertige Produkte sind bereits für ca. 1000,00 Euro zu erwerben. In Ausverkaufsaktionen sind manche Modelle mit einer Preissenkung von bis zu 50 Prozent zu erwerben. (Preise Stand Oktober 2011)
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